Wie Wo Was Warum - Alles über Diamanten!

Was macht einen Diamanten aus?

Ein Diamant ist chemisch gesehen nichts weiter als Kohlenstoff und damit aus keinem anderen Material als die Mine eines gewöhnlichen Bleistifts, der täglich von Millionen Menschen zum Schreiben benutzt wird. Aber warum ist sieht ein Diamant dann völlig anders aus und hat ganz andere Eigenschaften als eine Bleistiftmine und ist zweifellos viel wertvoller? Dies liegt an der räumlichen Anordnung der einzelnen Kohlenstoffatome. Während im Grafit, so ist die wissenschaftliche Bezeichnung einer Bleistiftmine, die einzelnen Kohlenstoffatome in einem Kristallgitter mit einzelnen Schichten angeordnet sind und so eine zweidimensionale Struktur ausbilden, sind die Atome im Diamanten in einem dreidimensionalen Gitter geordnet. Dies erklärt auch, warum ein Diamant sehr viel härter ist als Graphit. Während sich die Schichten im Graphit relativ leicht gegeneinander verschieben lassen, sind die Gitterstrukturen im Diamant durch ihre viel bessere Verknüpfung sehr viel stabiler. Daher ist der Diamant auch das härteste natürlich vorkommende Material der Erde.

Was macht einen Diamanten so einzigartig und kostbar?

Diamanten haben die faszinierende Eigenschaft nach dem Schleifen und Polieren zu funkeln und zu strahlen als ob sie lebendiges Feuer enthalten. Daher werden besonders schöne Exemplare auch gerne als krönender Mittelpunkt von besonderen Schmuckstücken wie zum Beispiel edlen Verlobungsringen verwendet. Für den Wert eines Diamanten gibt es einige Kriterien, die ihn besonders kostbar und begehrt machen. Da ist zum ersten die Farbe. Auch wenn es durchaus farbige Diamanten gibt, ist der farblose Diamant der teuerste. Im Fachjargon wird ein völlig farbloser Diamant auch mit der Bezeichnung „Hochfeines Weiß+“ oder dem Buchstaben „D“ bezeichnet. Interessanterweise werden die Buchstaben A bis C nicht verwendet. Ein Diamant mit der Farbbezeichnung „E“ ist also weniger wertvoll als ein solcher mit „D“. Ein weiteres Merkmal ist die Reinheit eines Diamanten. Idealerweise besteht ein Diamant nur aus Kohlenstoffatomen, die in einem perfekten Diamantgitter angeordnet sind. Bei der Entstehung eines Diamanten kann es aber zu Unregelmäßigkeiten kommen. Man spricht dann von sogenannten Einschlüssen. So kann es bei der Bildung des Diamanten zum Einschluss fremder Mineralien kommen. Diese Fremdmineralien sind dann – oft erst unter dem Mikroskop bei sehr starken Vergrößerungen – als kleine weiße, schwarze oder auch graue Punkte zu erkennen. Häufig bilden solche Einschlüsse, wenn sie nahe beieinander liegen Wolken oder eine Art Nebel. Diese können dann milchige Trübungen hervorrufen, die den Wert eines Diamanten erheblich mindern. Häufig kommen auch sogenannte Federn vor, die nicht durch den Einschluss eines fremden Minerals, sondern durch winzige Brüche im Inneren des Diamanten zustande kommen. Dadurch wird nicht nur die Reinheit des Diamanten beeinträchtigt, bei größeren Brüchen kann auch die Stabilität des Edelsteins gefährdet sein. Im Gegensatz zu den Einschlüssen im Inneren eines Diamanten werden Kratzer, Abschürfungen oder Linien auf der Oberfläche als Makel bezeichnet. Diese Fehler entstehen in der Regel durch eine schlechte Polierung oder einen unsachgemäßen Transport. Meistens sind diese Makel allerdings winzig und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Das letzte wichtige Kriterium für den Wert eines Diamanten ist seine Größe. Je größer ein Diamant ist, desto wertvoller kann er sein. Dies gilt allerdings nur, wenn Farbe und Reinheit stimmen. Ein sehr großer Diamant mit schlechter Färbung und vielen Einschlüssen ist daher viel weniger Wert als ein kleiner bei dem Farbe und Reinheit stimmen.

Was ist Lupenreinheit?

Lupenreine Diamanten gelten als gelten als Synonym für den perfekten Diamanten. Tatsächlich wurde für den Begriff „Lupenrein“ eine allgemein gültige Definition festgelegt. Diese besagt, dass unter dem Mikroskop bzw. mit einer Lupe bei 10facher Vergrößerung keine Einschlüsse oder Makel zu erkennen sein dürfen. Der Diamant muss also makellos sein. Allerdings entsprechen nur sehr wenige Diamanten diesen strengen Bestimmungen. Daher sind lupenreine Diamanten entsprechend teuer und begehrt.

Perfekt wird ein Diamant erst durch den Schliff

Aber nicht nur Farbe, Reinheit und Größe eines Diamanten bestimmen seinen Wert. Ganz entscheidend ist der Schliff. Um einen Rohdiamanten Leben einzuhauchen, bedarf es eines erfahrenen Diamantenschleifers. Erst durch seine Handwerkskunst wird aus einem unscheinbaren Rohdiamanten ein prunkvolles Glanzstück. Die meisten Diamanten werden im sogenannten Brillantschliff geschliffen. Hierbei wird dem Diamanten eine genau festgelegte Anzahl an Facetten geschliffen, die das Licht optimal brechen und reflektieren, sodass seine gesamte Strahlkraft und Brillanz zur Entfaltung kommt.